Nadelepilation
Die Nadelepilation (Electrolysis hair removal) ist für alle Haut‑ und Haartypen geeignet .
Bei der Nadelepilation wird jedes Haar einzeln mit einer feinen Sonde an der Haarwurzel verödet.
Ein Stromimpuls schwächt die Haarzelle
so stark, dass sie kein neues Haar mehr bilden kann.
Diese Methode ist besonders geeignet für:
– sehr helle, graue oder rote Haare
– hormonell bedingte Haare; wie PCOS
– einzelne, störende Haare im Gesicht oder am Körper
– Haare, die auf Laser nicht reagieren
Da jedes Haar einzeln behandelt wird, richtet sich die Dauer nach Haarstruktur und Dichte.
Die Methode ist präzise und dauerhaft.
Typische Einsatzbereiche:
– Oberlippe
– Kinn
- Wangen
– Hals
– Augenbrauen Umgebung
– Brustwarzenbereich
– Bauchlinie
– einzelne Haare im Intimbereich
– vereinzelte Haare an Armen oder Achseln
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Damit die Nadelepilation sicher und wirksam durchgeführt werden kann, müssen die Haare mindestens 2–3 mm lang sein. Sind die Haare kürzer, kann ich sie nicht greifen – eine Behandlung ist dann nicht möglich.
Um die Haut optimal vorzubereiten, sollten vor dem Termin folgende Punkte beachtet werden:
Haare nicht zupfen oder epilieren (mindestens 4 Wochen vorher), sonst fehlt der Haarfollikel
Nicht wachsen – nur Schneiden/Trimmen ist erlaubt
Keine starken Peelings oder reizenden Produkte (AHA/BHA/Retinol) im Behandlungsbereich für 5–7 Tage
Keine frischen Hautbehandlungen wie Microneedling, Dermabrasion oder chemische Peelings
Keine frischen Tattoos oder PMU im zu behandelnden Bereich
Haut am Behandlungstag sauber halten – ohne Cremes, Öle oder Make‑up
Keine entzündeten Stellen manipulieren (Pickel ausdrücken etc.)
Kein Selbstbräuner im Behandlungsbereich
Keine Sonne oder Solarium bei gereizter oder frisch verbrannter Haut (nicht wegen der Methode, sondern wegen Hautschutz)
Diese Punkte helfen, die Behandlung sicher durchzuführen und die besten Ergebnisse zu erzielen. Alles Weitere klären wir im Beratungsgespräch individuell.
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Nach der Nadelepilation braucht die Haut etwas Ruhe, damit sie sich gut erholen kann. Folgende Punkte helfen, Reizungen zu vermeiden und das Ergebnis zu unterstützen:
Die behandelte Haut nicht kratzen oder reiben
Keine stark reizenden Produkte wie Retinol, AHA/BHA oder Peelings für ca. 3–5 Tage
Heisse Bäder, Sauna und starkes Schwitzen vermeiden für 24–48 Stunden
Keinen Selbstbräuner auftragen bis die Haut vollständig beruhigt ist
Die Haut sauber und trocken halten
Bei Bedarf eine beruhigende, unparfümierte Pflege verwenden
Rasieren ist erlaubt – aber nicht zupfen, epilieren oder wachsen
Keine frischen Peelings oder intensiven Behandlungen im Bereich für einige Tage
Direkte Sonne meiden, wenn die Haut sichtbar gereizt ist (nicht wegen der Methode, sondern zum Schutz der Hautbarriere)
⭐ Was normal ist
Leichte Rötungen, kleine Schwellungen oder ein warmes Gefühl sind normal und klingen meist innerhalb weniger Stunden bis zu einem Tag ab.
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Nadelepilation ist eine wirksame Methode zur dauerhaften Haarentfernung, wenn sie fachgerecht durchgeführt wird. Trotzdem gibt es Situationen, in denen eine Behandlung nicht oder nur eingeschränkt möglich ist. Diese nennt man Kontraindikationen. In solchen Fällen fällt eine Behandlung eher aus.
Dazu gehören zum Beispiel:
Aktive Hautinfektionen im Behandlungsbereich (z. B. Herpes, bakterielle Infektionen)
Entzündete Hautstellen wie Pickel, Abszesse oder entzündete Follikel
Offene Wunden, Schnitte oder frische Narben
Schwere Hauterkrankungen im Behandlungsbereich (z. B. akutes Ekzem, Psoriasis‑Schub, Dermatitis)
Keloidneigung oder stark ausgeprägte Narbenbildung
Blutverdünnende Medikamente (erhöhtes Risiko für Mikroblutungen)
Starke Cortisontherapie oder Medikamente, die die Haut dünner machen
Isotretinoin (Roaccutan) – wegen stark erhöhter Hautempfindlichkeit
Unkontrollierte Diabetes (verzögerte Wundheilung)
Schwangerschaft (aus Vorsicht, nicht wegen erwiesener Gefahr)
Epilepsie bei Reiz‑ oder Stressauslösern
Frisch durchgeführte Peelings, Microneedling oder andere intensive Hautbehandlungen
Tätowierungen oder PMU im zu behandelnden Bereich
Metallimplantate direkt unter der Haut im Behandlungsfeld (selten, aber relevant)
Starke Sonnenbrände oder gereizte Haut
PCOS und Haarwuchs: Ein notwendiger Zusammenhang
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Das Polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) ist eine hormonelle Erkrankung, die viele Frauen betrifft. Studien zeigen, dass PCOS bei Schwarzen Frauen häufiger vorkommt und oft später erkannt wird, weil Symptome übersehen oder falsch eingeordnet werden. Genau deshalb ist Aufklärung so wichtig.
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Der Körper produziert bestimmte Hormone in einem anderen Verhältnis als üblich. Dadurch können:
der Zyklus unregelmäßig werden
die Haut sich verändern
Haare an Stellen wachsen, wo man sie nicht haben möchte
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Einige der häufigsten Anzeichen sind:
stärkerer Haarwuchs im Gesicht, am Kinn, am Bauch oder Rücken
Haarausfall am Kopf
Akne oder fettige Haut
unregelmäßige oder ausbleibende Periode
Gewichtszunahme oder Schwierigkeiten beim Abnehmen
Nicht jede Frau hat alle Symptome — PCOS zeigt sich bei jeder Person anders.
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PCOS kann jede Frau betreffen – unabhängig von Herkunft oder Hautfarbe. Es ist eine hormonelle Stoffwechselstörung, die durch genetische und körperliche Faktoren entsteht.
Bei Schwarzen Frauen fällt PCOS jedoch oft anders auf:
sie entwickeln häufiger stärkeren Haarwuchs
Symptome können ausgeprägter wirken
Diagnosen werden manchmal später gestellt
Nicht, weil sie „anfälliger“ sind, sondern weil:
Symptome bei dunklerer Haut anders aussehen können
Beschwerden häufiger verharmlost werden
Studien und medizinische Leitlinien lange Zeit kaum auf diverse Hauttypen ausgerichtet waren
Das hat nichts mit der Person selbst zu tun, sondern mit medizinischer Forschung, Wahrnehmung und Diagnostik, die sich erst in den letzten Jahren verbessert.
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Viele Frauen mit PCOS leiden unter starkem Haarwuchs, besonders im Gesicht oder am Körper. Eine professionelle Nadelepilation kann hier sehr gut helfen, weil sie:
das Haarwachstum deutlich reduziert
die Haare feiner und heller macht
langfristig für glattere Haut sorgt
Wichtig ist aber zu wissen:
Diese Methode kann die Haare behandeln – nicht die Ursache.
PCOS selbst muss medizinisch begleitet werden.
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Wenn du PCOS hast oder es vermutest, solltest du vorher mit einer Ärztin oder einem Arzt sprechen. Sie können einschätzen:
wie stark dein PCOS ausgeprägt ist
ob eine Behandlung für dich geeignet ist
welche Bereiche sicher behandelt werden können
Sobald das medizinisch abgeklärt ist, kann es eine sehr wirksame Unterstützung sein, um den unerwünschten Haarwuchs zu reduzieren und das eigene Wohlbefinden zu stärken.